Autor: Michael Kaufmann

Warum glauben wir so sehr an Zahlen?

🏋🏻 Wie der eine oder andere schon mitkommen hat, bin ich gerade dabei, mich von einigen Kilos zu trennen. Das läuft wirklich gut und ich bin zuversichtlich, dass ich mein Ziel in Time mit dem vorhergesehen Aufwand erreiche. Der Burndown zeigt in die richtige Richtung und jede Woche wird die vorgesehene Menge geliefert, meist sogar noch mehr.

Also alles gut; eigentlich!

Der aufmerksame Leser hat es schon an dem Wort eigentlich erkannt, dass eben nicht alles gut ist.

⚖️ Ich habe mir vor ein paar Tagen eine neue Wage gekauft. Und dieses blöde Ding, zeigt einfach 3 Kilo mehr an, als die alte aus dem Studio, auf der ich mich sonst immer gewogen habe.

😱 Und das macht etwas mit mir und zwar viel mehr als gut ist!

Nach dem ersten Wiegen auf der neuen Wage, hatte ich so richtig schlechte Laune. Ich begann zu Zweifeln ob ich das richtige tue und mein Ziel erreichen kann.

❓ Aber warum ist das so?

❗ Hätten wir die selbe Situation in einem Scrum Team, würden wir, wenn sich herausstellt, dass das einige Storys doch größer waren als gedacht, darauf schauen und die Situation analysieren.
Es würde schnell klar, dass wir durch das neue Tool das eingeführt wurde, eine Messveränderung haben und das Ziel angepasst werden muss.

💔 Ist man aber emotional beteiligt kann es schnell schwierig werden. Sowohl im Scrum Team als auch privat. Dann ist alles doof und scheint unschaffbar.

❓ Was tun wenn es einen erwischt?

💭 Abstand – tatsächlich versuche ich, räumliche Distanz zum Problem herzustellen. Das hilft dabei den emotionalen Abstand zu bekommen und bringt den Körper und damit das Gehirn in Bewegung.

💭 Objektivieren – ist der Abstand erstmal hergestellt, geht es viel leichter mit der Objektivität. Was ist denn genau passiert? Ich hab ja nicht zugenommen sondern die Wage zeigt einfach nur mehr an. Das hätte sie auch an meinem Startpunkt getan. Also bin ich nur von einem anderen Ausgefasert ausgegangen.

💭 Handlungsoptionen – Was kann ich tun, um mit der neuen Situation umzugehen? Ich habe mich dazu entschlossen Scope (mein Zielgewicht) und Budget (das was ich dafür investiere) zu belassen, lediglich die Time (Wie lange es dauert) angepasst.

💭 Akzeptanz – Es ist wie es ist! An meinem Fortschritt hat sich nichts geändert. Lediglich das Gewicht wird auf der neuen Wage höher angezeigt, als mit meiner alten. Will ich die neue Wage weiter benutzen, muss ich mich an die neuen Zahlen gewöhnen. An meinem Erfolg ändert das überhaupt nichts.

😊 Lächle – ja klingt seltsam, wenn es einem nicht gut geht zu lächeln, aber es hilft. Wenn Du lächelst bekommt Dein Gehirn ein positives Signal und schaltet um auf Positivität.

❤️ Gehe ich lächelnd durchs Leben, wirkt das auch auf meine Umwelt. Das Lächeln wird erwidert und macht dadurch wieder bei mir gute Laune.

Walk and Talk

🚶🚶🏻‍♀️ In der letzten Woche, haben meine wundervolle Kollegin Rieke und ich einen zweitägigen Teamentwicklungsworkshop gehalten. Neben vielen Übungen die den Teilnehmern dabei geholfen haben sich kennenzulernen, vertrauen zueinander zu fassen, eine Team Identität zu erarbeiten und darauf eine Charta aufzubauen, haben wir sie laufen geschickt.

😱 Die erste Reaktion war etwas verhalten. Ok man „nötigt“ mich nun dazu einen Verdauungsspaziergang zu machen. Hmm…

Als sie dann auch noch gesagt wurde, dass sie eine Stunde Pause haben und danach eine weitere Stunde in Bewegung im Draußen sein sollten ging ein Raunen durch den Raum. Sie sollten sich in Zweiergruppen zusammenfinden und über ein vorgegebenes Thema sprechen. Zusätzlich sollten sie ein Foto von einem schönen Ort machen an dem sie vorbei gekommen waren.

Mit einem nachdrücklichen Lächeln wurden die Teilnehmer in die Pause geschickt.

🚶 Nun warum dieser Walk and Talk?

🚶🏻‍♀️ Bewegung bewirkt einen Neustart der Denkprozesse und dadurch erfolgreiches denken.

🚶 Bewegung verlangsamt den Dopamin-Abbau:

🚶🏻‍♀️ Körperliche Aktivität wie Sport oder gehen verlangsamt den Abbau des Botenstoffs Dopamin welcher unter anderem für die Aufmerksamkeit zuständig ist

🚶 Muss sich der Körper ansträngen setzt das Gehirn Neurotrophine frei. Diese Wachstumsfaktoren fördern die Bildung neuer Synapsen.

⏱️ Als die Timebox verstrichen war kamen gut gelaunte, erfrischte und munter plaudernde Menschen zurück zu uns in den Tagungsraum.

☀️ Sie hatten gute und anregende Gespräche, das eine oder andere Problem gelöst und dazu auch noch schöne Orte gesehen und ein wenig Sonne gefangen.

❗ Das ist nicht nur ein gutes Tool für Teamentwicklungen. Auch und gerade wenn es mal gedanklich stockt im Büro kann nein kleiner Spaziergang mit oder ohne einem anregenden Gespräch Wunder bewirken. So wie der Körper in Bewegung, kommt auch der Geist in Schwung.

🚶🏻‍♀️ Ich würde immer den Gang mit einem Partner bevorzugen da ich den Austausch beim Gehen sehr schätze. Sitzt man alleine im Homeoffice kann man den Walk auch per Telefon machen.

🚶 Und der Schrittzähler freut sich auch

#inmypointofview #bewegung #walk #walkandtalk #achtsamkeit

Es ist recht still um mich geworden in der letzten Zeit.

🗒️ Es ist recht still um mich geworden in der letzten Zeit.

Das hatte einen guten Grund. Ich hatte einfach viel zu viel zu viel zu viel zu tun…

Jeder kennt das:

⚒️ die ToDo Liste wächst und gedeiht als ob sie als Kind in den Zaubertrank gefallen wäre.

⚒️ Gefühlt jede Stunde kommt einer und will „nur kurz“ was von einem.

⚒️ Kleinigkeiten stellen sich als Fässer ohne Boden heraus.

⚒️ Dauernd klingelt das Telefon.

⚒️ Das Postfach (sowohl physikalisch als auch virtuell) quillen über.

⚒️ Alles scheint plötzlich gleich wichtig und drängelt.

⚒️ Dinge werden einfach nie fertig und werden schon seit Monaten auf der Liste mitgeschleppt.

😎 Da hilft nur eines Augen zu und durch!

⌛ Aber wie? Die Zeit reicht ja hinten und vorne nicht für alles.

✅ Ich gehe davon aus, dass unsere Listen bereits eine eindeutige Priorisierung und ein Due Date haben. Vielleicht sogar eine grobe Größenschätzung.

✅ Ähnlich wie wir es bei unseren Scrum Teams machen muss nun die Arbeit limitiert werden um Aufgaben fertig zu bekommen.

✅ Ich nehme mir maximal für einen Tag die obersten drei Aufgaben zu meinem normalen Tagesgeschäft dazu. Wenn ich mit allem fertig bin kann ich ja immer noch nachziehen.

😱 Was nur drei Aufgaben am Tag? Und wenn ein großes dabei ist sogar nur zwei oder eines!

🤯 Ja nur drei Aufgaben am Tag. Das sind 15 in der Woche. 60+ im Monat. Klingt doch gut, oder?

💥Ist es auch! Und die sind dann auch wirklich fertig.

🗒️Jetzt bin ich bei meiner Liste beim Punkt: LinkedIn Post schreiben angekommen…

🎶 Here I am again

🎶 Back on the corner again

🎶 Back where I belong

🎶 Where I’ve always been

Van Morrison

Endlich ist es Wochenende!

🚀 Endlich ist es Wochenende! 💥

📅 Freitags hört man diesen Satz zunehmend. Manchmal erklingen es schon Mittwochs die ersten Rufe, dass es doch bitte bald losgehen solle, mit dem Wochenende.

Jetzt geht es in die wohlverdiente Erholungsphase. Zeit für Freunde, Familie, Hobbys, einfach mal auszuspannen oder sich um längst überfälliges zu kümmern.

Das Wochenende ist die Pause die wir zwischen zwei Blöcken Arbeit haben. Pausen sind wichtig. Der Körper und Geist gehen in die Regeneration. Aber was bedeutet das genau? Wie lange Erholungspausen braucht der Einzelne? Und wie sind diese ideal zu gestalten?

👆🏻 Das Wochenende für sich erholsam zu gestalten ist sehr wichtig! Jedoch ist es meiner Meinung nach noch wichtiger, unter der Woche darauf zu achten, rechtzeitig und genügend Pausen einzuplanen.

📊 Nach einer Studie der Bundesanstalt und Bundesschutz für Arbeitsmedizin, lassen über 25% der deutschen Erwerbstätigen hin und wieder ihre Pause ausfallen. Bei einem Drittel der Befragten ist ein zu hohes Arbeitspensum ein ausreichender Grund, um durchzuarbeiten.

Dabei ist doch jedem klar, Pausen helfen uns dabei:

📉 den Stress nachhaltig zu verringern

📈 die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen

📉 dadurch die Fehlerquote zu reduzieren

📈 die Motivation zu erhöhen

💥 Es geht so schnell, nur noch fix diese Mail beantworten, eine Anfrage einer Kollegin im Chat beantworten, den Call kurz zu Ende führen der aus dem Chat entstanden ist, oh da ist schon das nächste Meeting…

Darum habe ich mir folgende Tricks ausgedacht:

⏱️ Ich stelle mir einen Timer: alle 45 Min mache ich 5 Min Pause – alle 90 Min 15 Min Pause und alle 3-4 Stunden mindestens 45 Min

⏱️ Ich stehe wirklich auf vom Schreibtisch. Gehe nach Möglichkeit raus oder wenigstens auf den Balkon. Bewege mich.

⏱️ Gerade bei der Mittagspause plane ich ausreichend Zeit ein, dass ich nach dem Essen auch noch Zeit zum Entspannen oder einen kleinen Spaziergang habe.

⏱️ Ich habe eine App mit der ich jeden Tag Rücken Gymnastik mache – das dauert 5 Minuten und wirkt Wunder.

⏱️ Ich höre laut Musik und singe aus ganzem Herzen mit! Man kann nicht zu viel singen <3 und wenn die Musik laut genug ist hörts auch keiner

⏱️ Ab und an mache ich eine Entspannungs- oder Achtsamkeitsübung die mich wieder erdet und runter fährt.

Was macht ihr in euren Pausen?

#motivation #inmypointofview #resilienz #burnout #pausen #achtsamkeit

Das wird sicher schlimm!

🧠 Ein Gedanke, den ich leider zu gut kenne. Dieser kleine Mistkerl schleicht sich immer wieder mal bei mir ein. Wie aus heiterem Himmel ist er plötzlich da und flüstert mir ins Ohr.

Es ist erstaunlich, wie sehr ich mich dann in diese Situation hineinsteigern kann.

Meist entsteht so etwas bei mir aus einem schlechten Gefühl, welches ich mir selbst mache. Ich hab vielleicht eine Arbeit nicht pünktlich geliefert oder einen Termin verschwitzt. Und schon hat der Kleine ein neues Versteck gefunden…

😱 Das kann bis hin zur Angst gehen, die ich dann empfinde. Angst vor etwas, das sich meist als recht harmlos herausstellt. Also völlig unbegründet.

Aber woher kommt das ❓

👉🏻 Bei mir ist das so, dass dieser kleine Mistkerl schon lange da ist. Gerade wenn ich viel um die Ohren habe, hat er gute Chancen sich einzuschleichen, ohne dass ich es bemerke.

👉🏻 Er nistet sich ein, macht es sich bequem und versteckt sich. Ab und an steckt er seinen Kopf heraus und checkt die Lage. Wartet geduldig bis seine Stunde gekommen ist und dann geht’s los:

·        Oh ja, die werden Dich grillen!

·        Jetzt hast Du es richtig verkackt!

·        …

🔄 Das einzige was bei mir hilft ist Achtsam zu sein und mich selbst zu reflektieren. Darauf zu achten was für Gedanken ich habe und diese bei Bedarf zu hinterfragen.

🔄 Wenn ich das bemerkt und die Situation reflektiert habe gehe ich bewusst in die Konfrontation mit den Gedanken. Stelle mich der Angst.

🔄 Ich warte nicht, bis das nächste Regelmeeting mit dem Kunden, das nächste Jour Fix mit dem Chef oder die zufällige Begegnung mit dem Kollegen. ist sondern spreche ihn an oder vereinbare einen zeitnahen Termin.

🔄 So erlerne ich immer wieder aufs Neue, dass es keinen Grund gab und das ich auf mich achten darf.

💡 Diese kleinen Erfolge feiere ich dann und manifestiere sie in meinem Bullet Journal damit ich sie das nächste Mal abrufen kann! 🗒️

#achtsamkeit #resilienz #inmypointofview #positiv

Sag mal, wie redest Du eigentlich mit Dir?

💥 Sag mal, wie redest Du eigentlich mit Dir ❓

👆🏻 Ich bin gerade dabei, über meinen Freund, den inneren Kritiker einen Blog zu schreiben. Und wie das eben so ist, wenn man sich ein Thema genauer anschaut, dann wird es immer präsenter.

👆🏻 Gestern hatte ich einen Teamentwicklungsworkshop bei einem Kunden. Soweit kein Problem nur änderten sich drei Arbeitstage vor dem Event plötzlich einige Parameter. Unter anderem kam, für alle völlig unverhofft, ein polnischer Kollege ins Team. Dadurch wechselte die Sprache von Deutsch auf Englisch.

💥 Hui!

🎓 Geht… Ist aber nicht mein Steckenpferd – ganz ehrlich!

Und schon setzte sich Herr Bert, mein innerer Kritiker, auf und begann mit seiner Tirade.

🤓  „Schaffst Du das? Das ja ganz schön Kurzfristig! Und Dein Englisch ist auch recht eingerostet…“

🧐 „Die Zeit ist viel zu kurz! Du musst die ganzen Boards übersetzen und Dir überlegen wie Du was sagst.“

🤔 „Die Qualität des Workshops wird ganz schön leiden wenn Du es nicht in Deiner Muttersprache machst. Du hast ja gar nicht den Wortschatz im Englischen!“

🤬 „Haha! Du wirst Dich ganz schön blamieren wenn Du vor all den Menschen stehst und nach Worten suchst!“

💡 Das ging so eine Weile vor sich hin. Ich höre ihm ja schon zu. Herr Bert ist ein wichtiger Teil meines Inneren Teams der versucht mich zu schützen und vor Schaden zu bewahren.

💡 Aber irgendwann war ein Punkt erreicht, an dem ich merkte, dass es hier nicht mehr um mein Wohl ging. Erkennen kann ich das recht gut daran, wie er mit mir spricht. Schlägt er einen Ton an oder nutzt Worte die ich einem echten Menschen nicht erlauben würde, verbiete ich sie auch ihm.

❓ Warum sollte ich auch härter mit mir sprechen als ich es anderen Menschen zugestehe?

❗ Es gibt viele Möglichkeiten wie wir mit unseren Herr Berts umgehen können. Bei mir hilft es sehr gut wenn ich mich bei ihm bedanke für seinen Beitrag und ihm klar sage, dass ich den Rat nicht brauche.

❗  „Vielen Dank Herr Bert, dass du mir die Situation aus deiner Perspektive erklärst. Ich sehe das jedoch anders!“

Danach gibt er meist Ruhe.

Ich wünsche euch gute und erfolgreiche innere Dialoge!

Es gibt nichts Gutes außer man tut es

👍🏻 Es gibt nichts Gutes außer man tut es 👍🏻

💬 Das hat schon Erich Kästner gesagt. Aber bedeutet es, dass wir nur dann „gut“ sind wenn wir arbeitsam und geschäftig tun?

❓ Müssen wir also die ganze Zeit, von Morgens, wenn der Wecker klingelt, bis Abends wenn wir erschöpft und müde ins Bett fallen, vor Task zu Task eilen und schaffen, schaffen, schaffen..?

🔧 Warten zum Beispiel sehen wir als verschwendete oder gar, verlorene Zeit an. Das Wort hat jedoch ursprünglich eine ganz andere Bedeutung:

💬 hervorgegangen aus der mittelhochdeutschen Bedeutung „auf etwas achthaben“

🚗 Bringen wir unseren Wagen zur Wartung, ist das bei uns durchaus positiv besetzt. Wir lassen ihn überprüfen und gegebenenfalls wieder instand setzen.

⏱️ Dafür nehmen wir uns Zeit. Und das ist auch gut so!

Das dürfen wir doch auch für uns selbst in Anspruch nehmen, oder?

❤️ Das inne halten sorgt für Überblick und Zeit, in der ich mich sortieren kann. Zeit in der ich Atem schöpfe und mich auf die nächste Runde vorbereite.

❤️ Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche und viele Gelegenheiten um (euch) zu warten und acht auf euch zu haben!

#achtsamkeit #resilienz #wartung #inmypointofview

(Ver)kümmerer

❓  (VER)Kümmern eure Teams ❓

💁🏻‍♂️ „Kümmern führt zu verkümmern“ das ist ein Satz, den ich von meinem geschätzten Kollegen Armin, immer wieder höre. Und mit was? Mit Recht!

Schon sehr oft, habe ich das selbst gesehen und erlebt.

💁🏻‍♂️ Als ich in meiner ersten Führungsrolle, ein Teilteam des Teams übernommen habe, in dem ich vorher selbst gearbeitet hatte, bin ich voll in das berühmte Fettnäpfchen getappt.

⚙️ Ohne mich selbst rühmen zu wollen, war ich recht gut im Operativen. Das ist leider immer noch der Hauptgrund warum Menschen, gerade in großen Konzernen, befördert werden. Sie sind schlicht die besten im Team. Aber das soll in einer anderen Geschichte erzählt werden.

⚙️ Wir reisen einmal in die Zeit, 6 Monate nach meiner Ernennung. Ich saß damals, mit dem Chef des Schwesterteams zusammen in einem Büro und klagte ihm mein Leid. Ich verstand nicht warum mein Team so unselbständig war und bei jeder kleinen Entscheidung zu mir kam. Sie warteten immer, bis der Papa gesagt hatte, das es gut war…

⚙️ In diesem Moment kam ein Mitarbeiter von mir rein und schilderte ein (in meinen Augen) Standard Problem. Bereitwillig unterbrach ich mein Gespräch und erklärte ihm, in allen Details, was er wie wo wann zu tun hatte und wen er informieren musste.

⚙️ Als er wieder weg war, ich erinnre mich noch wie heute daran, sagte ich „Siehst Du, genau so etwas meine ich – woher kommt das?“

Mein Kollege fing an zu lachen und meinte nur „Weil Du alles für sie tust!“

Im ersten Moment wollte ich nicht verstehen was er sagte. Aber er hatte recht.

🧠 Ich begann mein Verhalten grundlegend zu überdenken und zu ändern. Entscheidungen wurden mehr ins Team gegeben. Ich versuchte meine Jour Fix Termine in Mentoring Gespräche zu verwandeln und nahm immer mehr eine Coaching Haltung ein. Begleitete mein Team auf dem Weg zur Selbständigkeit.

🧠 In Retros besprachen wir Themen, die sinnvoll vom Team entschieden werden sollten, welche Entscheidungen bei mir lagen und wo es eine Mischform gab.

🧠 Mit diesem Mindset wurden meine Mitarbeitenden nicht nur Selbstständiger sondern auch die Qualität der Arbeit wurde besser und wir erhöhten sogar die Liefergeschwindigkeit. Am wichtigsten war aber, dass ich wahrnahm, dass wir alle viel mehr Spaß an dem hatten was unser Tagewerk war.

The Sound of Silence

🎵 The Sound of Silence 🎶

🎼 Durch das Mozart Zitat bin ich ans Denken gekommen über dieses Thema. Wann habe ich denn eigentlich einmal Stille? Wann ist es denn wirklich einmal still um mich herum? Was ist denn Stille eigentlich?

🔊Meine Welt ist ganz schön laut. Kaum mal eine Minute ohne dass etwas im Hintergrund dudelt. Die Geräusche der Stadt, die im Erdgeschoss schon recht präsent sind ergeben ein deutliches Hintergrundrauschen.

Nach dem ich angefangen habe mir das einmal in Ruhe anzuschauen, ist mir aufgefallen, dass es oft auch selbst gewählt ist.

Selbst gewählt aber nicht bewusst.

📻 Die Musik die aus dem Radio dudelt, das YouTube Video das nebenher läuft oder der Podcast der im Autoplay den Raum beschallt. Wenn ich Walken gehe habe ich Musik dabei oder telefoniere. Im Studio oder auf dem Rad höre ich Musik, die mich anspornt. Selbst zum Einschlafen höre ich Hörbücher…

🔊Die Dauerbeschallung ist allgegenwärtig in meinem Leben. Doch es geht auch anders und ich weis das auch. Gelernt habe ich das, schon ganz früh, in einem Portugalurlaub.

🚌 Ich war mit 14 auf einer Jugendfreizeit. Wir sind mit drei Betreuern und zwei Neunerbussen losgefahren. Damals war das für mich DAS ABENTEUER. Was mich aber am nachhaltigsten beeindruckt hat, war eine Übernachtung im Freien zwischen Spanien und Portugal. Der Sternenhimmel war der Hammer. Dieser verblasste jedoch gegen die Stille, die dort herrschte. Wenn man ein paar Meter von der Gruppe weg ging, war kein Geräusch zu hören. Es war einfach still!

❤️ So still, dass ich mich heute noch erinnern kann, meinen eigenen Herzschlag gehört zu haben.

❤️ Ich saß einfach nur da und hörte nichts. Meinen Atem, mein Herz und sonst nichts. Nicht einmal das Rauschen des Verkehrs, den wir in der Stadt immer im Hintergrund haben.

🔇 Die echte Stille war jedoch nicht das fehlen von Geräuschen. Es war die Ruhe für die ich mich damals selbst entschieden hatte. Das einfach nur sein. Ohne jeden Anspruch auf mehr.

🧘🏻‍♂️ Als ich mich wieder daran erinnerte, begann ich damit bewusst Ruhe zu zelebrieren. Idealerweise gehe ich dazu raus in die Natur und verbinde es mit einer Meditation. Aber auch Zuhause geht das sehr gut. Einfach einmal keine Musik, kein Hörbuch, kein Video anmachen und sich eine viertel Stunde auf die Ruhe konzentrieren. Atmen und sein – sonst nichts!

✨ Das wirkt Wunder ✨

Unter welcher Fahne segeln wir eigentlich?

🏴‍☠️ Unter welcher Fahne segeln wir eigentlich? 🏴‍☠️

🐖 Bei einem alten Arbeitgeber von mir, wurden immer Mal wieder, Initiativen durch die Dörfer der Teams getrieben, mit dem Zweck Mission oder Vision ans „Volk“ zu bringen.

🕰️ Da ich damals eine QA Einheit führen durfte, fand mein Chef das Bild eines Schweizer Uhrwerks, welches präzise, Tag für Tag seinen Dienst tut sehr stark.

💵 Das war es auch – ohne Frage! Doch es resonierte nicht besonders mit den Menschen. Es wurden wenig somatische Marker angesprochen. Schlimmer noch, die erste Assoziation die den meisten in den Kopf kam war „Sehr teuer!“.

🌬️ Ich wollte den Wind, den uns so eine Initiative geben konnte, nicht verstreichen lassen und machte eine Session zu einem Team Motto.

❓ Meine Mitarbeitenden überlegten sich zuerst wie sie im Bereich wahrgenommen werden wollten. Wofür sollte die QA Einheit stehen? Dann sammelten wir Begriffe, die wir, mit der Arbeit in einer QA und mit der Gruppe von Menschen, in Verbindung brachten.  

🤝🏻 Weil gerade das Thema „Wie schaffen wir es, in der Qualitätssicherung, als Freund und Helfer wahrgenommen zu werden?“ sehr präsent war und weil wir alle auf Wortwitze standen, war schnell der QA-la-Bär geboren. Dieser war klein, süß und sicher nicht bedrohlich, konnte aber eine Menge an Fehlern „verputzen“.

Da wir in einer Dev-QA, eng mit den Entwicklungsteams zusammen arbeiteten, wurde daraus ein Dev QA-la Bär.

🐨 Zu diesem Bild wurden dann einige Slogans und Styles entwickelt. Im Beitragsbild seht ihr die Piraten Variante, welche wir für ein Teamevent gebastelt hatten, in dem wir eine Fahrradtour – Schnitzeljagt gemacht haben. Dann gab es noch den Quali-Täter der mit Diebesmaske der Fehler stahl, den Ghostbuster welcher Bugs einfing und eine Pokemon Variante und und und…

🐨 Wir hatten einen Riesen Spaß bei diesem Event und lernten einiges über einander. Wir haben gelacht und die verrücktesten Ideen ausgebrütet.

🐨 Zum Schluss der Session haben wir die Designs genommen und uns Team T-Shirts und Kaffeetassen drucken lassen.

🐨 Eine solche Session kann sehr viel zur Teamidentität beitragen und muss nicht hoch wissenschaftlich ausgearbeitet sein. Noch heute, Jahre nach dem ich die Firma verlassen habe, kennt jeder in dem Bereich des Konzerns das Logo und einige der Tassen kreisen immer noch in den Kaffeeküchen herum…