Autor: Michael Kaufmann

☕ My mom always said Lean Coffee is like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get ☕

⏱️ Wir haben gestern in der Scrum Master Workout Community ein Lean Coffee Event gehabt. Sprich, wir haben uns in kleiner Runde getroffen und aktuelle Themen gesammelt. Dann wurde ein 🔴 -Voting durchgeführt um eine Reihenfolge festzulegen.
Es gab eine Timebox von 10 Minuten pro Thema und am Ende dieser wurde abgestimmt ob wir weiter darüber sprechen oder zum nächsten wechseln wollen.

🗓️ Lean Coffee Events nehmen bei uns immer den jeweils vierten Slot unseres 12 Wochen Programms ein und sind inzwischen ein echtes Highlight für mich.

🎁 Ich kann mich noch an meine ersten Veranstaltungen dieser Art erinnern. Vor einigen Jahren war ich eher skeptisch gegenüber diesem Format. Zum einen, weil es so ein wenig wie bei Forest Gump ist – sprich du weist nie so genau was dich erwartet. Zum anderen habe ich komplett unterschätzt was so eine Ansammlung von Menschen zusammen denken kann.

💡 Das ist jedes Mal aufs Neue faszinierend. Eine Frage wird gestellt. Danach noch eine Minute oder zwei genauer ausformuliert und schon sprießen Buchempfehlungen, Anekdoten und Beispiele aus der realen Welt ans Board und auf den Fragesteller ein.
Neue Perspektiven werden aufgezeigt und die ganze Gruppe partizipiert am Wissen von allen.

Fantastisch ❕

🗒️ Dass es keine feste Agenda gibt und alles passieren kann, ist auch super spannend, wenn man sich darauf einlässt. Ich habe gestern Abend über Fragen nachgedacht die ich mir so noch nie gestellt habe und andere von einer Position beleuchtet die ich so noch nicht eingenommen hatte.

🍫 Das ist jedes Mal aufs neue wieder super spannend sich eine Praline aus der Schachtel zu holen❕

👉 Wenn ihr ein Teil dieser Community sein wollt, kommt gerne kostenlos und unverbindlich für eine Probeteilnahme dazu: https://lnkd.in/ecy69Esr

🌞 Es k̵a̵n̵n̵ ist so einfach -s̵e̵i̵n̵ ☕

Ein neuer Tag beginnt. Die Sonne geht auf. Die Luft ist klar und frisch.
Scheinbar hat es über Nacht geschneit. Ist nicht liegen geblieben. Heute Nacht hat es wohl gestürmt; jetzt ist der Himmel blau und wolkenlos.

Ich stehe auf dem Balkon und schaue in meinen kleinen Hinterhof. Der Wind hat ein paar Räder umgeworfen. Die werde ich gleich aufstellen wenn ich den Müll raus bringe.
Ich erwische mich dabei wie meine Gedanken beginnen den Tag durchzugehen und die Agenda zu strukturieren.
Mit einem Lächeln quittiere ich dies und lasse die Gedanken los.

Einfach da sein❕
Atmen❕
Sein❕
Fünf Minuten für mich❕

Ganz bei mir gehe ich zurück in meine Küche und beginne mit meinem Frühstück.
Auf diese Art uns Weise den Tag zu beginnen ist etwas wunderschönes. Ich bin voll mit positiver Kraft und Energie und schaue mit Leichtigkeit in den neuen Tag und die beginnende Woche.


Ich habe diese kurze Übung fest in meine Morgenroutine eingebaut und möchte sie inzwischen nicht mehr missen.

Habt ihr auch solche Rituale❔

🔀Wir sind mitten im Wandel 🔀

Gestern habe ich angefangen ein paar Gedanken zum ADKAR Modell zu formulieren.
 
Heute geht es weiter mit D ➡️ Desire also dem Wunsch für Veränderung❕
Nachdem wir also verstanden haben, dass es notwendig ist sich zu verändern kommt unweigerlich die Frage auf: Was springt für mich dabei raus❔ Geh ich mit Plus aus der Nummer raus oder kann ich vielleicht Schaden abwenden wenn ich die Veränderung mitgehe❔
Um festzustellen wo wir in dieser Dimension stehen können folgende Fragen helfen:
 
Was kann ich beitragen❔
Wie kann ich mich einbringen❔
Wie hilft die Veränderung der Firma❔
Was ist persönlich für mich drin❔
 
Ist das Bewusstsein geschaffen und der Wunsch geweckt die Veränderung mitzugehen müssen wir dafür sorge tragen, dass das notwendige Wissen engl. K ➡️ Knowledge und die Fähigkeit A ➡️ Ability es einzusetzen vorhanden ist, um in der neuen Welt zu agieren.
Hier geht es wirklich um harte Fakten. Brauchen wir Schulungen für neue Tools❔ Sind alle Rollen, deren Verantwortungen und Aufgaben klar❔ Wurden neue Prozesse eingeführt❔ Wie bediene ich diese richtig❔
 
🧾 Jetzt haben wir Kommunikationspläne geschrieben, Kickoff Meetings gemacht, Change Agents ausgebildet und auf die Mitarbeiter losgelassen, haben Pläne geschmiedet wie wir mit Wiederständen umgehen und wie wir das positiv verankern können.
 
👍🏻 Alle diese Aktionen sind Wirksam und wir können uns schon nach kurzer Zeit daran erfreuen, dass unsere Bemühungen Früchte tragen. Das Vertrauen wächst und immer mehr Menschen folgen dem Pfad der Veränderung.
 
🕰️ Genau zu dem Zeitpunkt passieren typischerweise viele Dinge in einer parallel in einer Organisation. Die Kommunikation über den Change lässt nach. Zum einen weil die meisten Menschen die Botschaft schon oft gehört haben und scheinbar nichts neues kommt. Zum anderen weil man das Gefühl von „Läuft bei uns..❕“ hat.
Umfragen werden eingestellt oder viel seltener gemacht und das zurückblicken in Teammeetings oder Retrospektiven wird vom Tagesgeschäft gefressen.
Die Erfolge die wir Anfangs gefeiert haben scheinen weit weg und die letzte Party oder das letzte Lob liegt weit zurück.
 
Das ist eine sehr fragile Phase im Change und wir brauchen Verstärkung❕ R ➡️ Reinforcement.
 
🔥 Bleibt dies aus, suchen wir uns zu oft einen leichten Weg, eine Abfahrt, denn Veränderung ist anstrengend. Dazu wird ja die normale Arbeit nicht weniger und ehe man es sich versieht ist man wieder in den alten Mustern gefangen.
 
🔥 Wir müssen also dafür Sorge tragen, dass das Feuer der Veränderung am lodern bleibt. Das wir weiterhin positive Anker setzen und den Nutzen und die Vorteile herausstellen. Handeln im Sinne des Change belohnen und loben. Regelmäßig reflektieren und aus den Ereignissen der letzten Zeit lernen.

🏆 Wir wollen die Welt verändern! 🏆

Veränderung ist ein großer Teil unserer Realität. Es vergeht kaum ein Tag ohne das sich etwas ändert. Mal kleine, scheinbar unwichtige Dinge mal richtig große Tanker die unser Leben komplett umzukrempeln scheinen.

Im Arbeitsleben ist das meist die Zeit in der wir neue Ziele definieren und daraus Maßnahmen ableiten. Uns reorganisieren.

Es werden Ziele verändert, angepasst oder vielleicht sogar komplett neue ausgerufen.
Diese Ziele und die Visionen, die dahinter stehen, müssen jedem Mitarbeiter transparent und bekannt sein. Ich würde sogar soweit gehen, dass jeder die Ziele mit eigenen Worten mit wenigen Sätzen wiedergeben können muss. Ist dies nicht der Fall, ist etwas grundlegendes schief gelaufen.
Neben dem Übergeordneten Ziel und der Vision muss klar sein warum wir die Veränderung anstreben.

Um den Change Prozess zu planen kann uns das ADKAR Modell helfen. ADKAR ist ein Akronym welches für fünf Fragebereiche steht welches ich in den nächsten Beiträgen genauer beleuchten werde. Die einzelnen Buchstaben stehen für:

A ➡️ Awareness – besteht das Bewusstsein für die Veränderung❔ Warum sollen / müssen wir uns verändern❔
D ➡️ Desire – Haben die Menschen den Wunsch der Veränderung zu folgen❔ Was ist für mich drin❔
K ➡️ Knowledge – Haben alle das nötige Wissen um die Veränderung mitzugehen❔ Sind Rollen und Rollenverantwortungen bekannt❔
A ➡️ Ability – Haben alle die notwendigen Fähigkeiten❔ Wo muss Wissen vertieft werden❔
R ➡️ Reinforcement – Bleiben wir am Ball❔ Verstärken wir kontinuierlich den bereits begonnen Change❔

Jeder einzelne Mitarbeiter im Change Prozess durchläuft die fünf Phasen des ADKAR Modells und zwar in chronologischer Reihenfolge. Also beginnen auch wir mit A für Awareness❕

Welche Fragen können wir uns und unserem Gegenüber stellen um herauszufinden ob genügend Bewusstsein für die Veränderung besteht❔

Hier einige Beispiele:
Warum ist diese Veränderung nötig❔
Welche Auswirkungen haben die Veränderungen❔
Auf wen hat es welche Auswirkung❔
Wie stark wird diese Auswirkung sein❔
Was passiert, wenn wir uns nicht verändern❔
Was bleibt beim Alten❔

Mit Hilfe dieser Fragen können wir einordnen wo wir und unsere Kollegen stehen und anhand dessen entscheiden, ob wir noch weitere Maßnahmen durchführen müssen um zu vermitteln warum wir die Veränderung wollen oder brauchen.
Ist dieser Schritt gemacht haben wir schon einmal einen großen Teil geschafft. Die nächsten können folgen…

15 % Lösungen

⛵Heute Morgen bin ich über ein Thomas Fuller Zitat gestolpert, welches mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat⛵

„Wer erst segelt, wenn alle Gefahren vorüber sind, wird niemals in See stechen“



Da steckt für mich richtig viel drin❕
Es gibt kein perfekt und darauf zu warten wäre sinnlos. Manchmal muss man auch einfach mal los.
⚓ Vielleicht verfährt man sich. Ok – dann entdecken wir etwas neues.
⚓ Vielleicht hat man nicht alles dabei was man braucht oder brauchen könnte. Ok – dann improvisieren wir eben mal.
⚓ Vielleicht zerreißt es uns die Segel. Ok – dann müssen wir wohl rudern.


Natürlich soll das nicht heißen, dass wir völlig unvorbereitet los gehen und uns mit wildem Gebrüll in Gefahren stürzen. Aber wenn wir erst los fahren wenn alles safe ist kann es sein, dass wir tatsächlich nie los kommen.

In unserer Arbeit können uns dabei die 15% Solutions von Liberating Structures helfen.
15% Solutions zeigen Aktionen auf, die von jedem sofort durchgeführt werden können. Dabei ist es völlig ok wenn diese das große Problem nicht sofort komplett lösen, sie bewirken Bewegung. Und Bewegung macht einen gigantischen Unterschied❕

Den Ablauf und mehr über die Methode könnt ihr hier nachlesen:
https://lnkd.in/eWtU3-gt

Mit diesem kleinen Kniff können wir aus der Starre entkommen und ins Handeln kommen. Die Opferrolle hinter uns lassen und wieder selbstbestimmt an Aufgaben Arbeiten die unsere montane Situation verbessern.

Help! I’m stuck!

❕ Heute ist es nun passiert ❕
Etwas vor dem ich Angst hatte, seit ich damit begonnen habe, hier Posts zu schreiben.

Ich sitze schon seit einer Stunde da, prokrastiniere wie ein Weltmeister. Ich bekomme einfach keinen Post zusammen… 😱
Die Nacht war so mittel gut. Wenn ich alles zusammen zähle hab ich vielleicht 2 Stunden geschlafen. Dementsprechend ist der Geist wie in Watte gepackt und ich will einfach nicht so recht wach werden.

Aber es gibt Tasks die gemacht werden müssen. Solange das halbwegs mechanische Aufgaben sind geht es. Schreibe eine Antwort Mail, Fülle eine Tabelle aus oder Gehe Diene Unterlagen durch und suche ein Zertifikat raus.
Aber wenn es um kreatives geht, wie das Verfassen eines Beitrags, dann wird die Luft ganz schön dünn. Alleine ein Thema zu finden kann da eine Herausforderung sein. Bei mir kommt erschwerend dazu, dass ich mich dann von allem ablenken lasse. Ein YouTube Video zu einer Change Management Methode, ein Chat von einem Kollegen oder ein Schmetterling der vorbeifliegt…

Wie nun mit der Situation umgehen ❔
Ich versuche in solchen Momenten in die Bewegung zu kommen:

◼️ Gehen beim Denken bringt bei mir die Gedanken in Schwung.

◼️ Dazu kommt noch, dass die fische Luft den Kopf durchbläst und wieder frei macht für Neues.

◼️ Im Draußen bekomme ich neue Eindrücke – vielleicht sogar einen ganz neuen Blick auf die Dinge.

In den Meisten Fällen genügt ein kleiner Walk und die Blockade ist überwunden.
Und wenn nicht❔

Dann kann man auch einfach mal fünfe grade sein lassen und die Arbeit auf morgen verlegen. Selten ist die Qualität wenn man sich quält so, dass man dahinter stehen kann. Bevor ich etwas halbgares abgebe mache ich lieber für heute Schluss und setze mich morgen frisch und motiviert noch einmal dran. Hier ist aber wichtig, dass man wirklich auch loslässt und nicht im Geiste die ganze Zeit bei dem Thema verweilt. Wenn sich während der Pause die Gedanken nur um die noch zu tuende Arbeit dreht bleibt die Erholung aus.

Was habt ihr für Tricks wenn ihr feststeckt ❔

Die 5 Minuten Übung

Bei einem kurzen Austausch mit einem geschätzten Kollegen und langjährigen Freund kamen wir auf das Thema TV Serien. Wir sind beide wohl recht begeisterte Serienschauer und Bingewhatcher. Ich habe aber deutlich gemerkt, dass ich im Vergleich zu ihm einfach nicht mehr hinterher komme.

Bei jeder zweiten Serie musste ich sorry hab ich noch nicht angefangen oder kenne ich noch gar nicht sagen.
Die Zeit ist generell knapp und TV Serien sind zur Zeit gerade nicht in der Top 10 des Lebens. Die Arbeit, Fortbildungen, eine Long Distance Beziehung, regelmäßiger Sport und die anderen Hobbys wollen unter einen Hut gebracht werden. Ich denke jeder kennt das so oder so ähnlich.

Er meinte mit einem Lachen, dass er seine Posten einfach zusammen legen würde. Serien könne man doch prima nebenher beim Arbeiten laufen lassen.
Das hat bei mir einen Gedanken ausgelöst. Ich musste sofort an eine Achtsamkeitsübung denken die ich schon in den Neunzigerjahren lernen durfte.

Die fünf Minuten Übung. Einfach fünf Minuten wirklich nur eine Sache tun. Deinen Tee trinken ohne das Handy oder den Laptop. Einfach aus dem Fenster schauen ohne Musik zu hören. Einfach Musik hören ohne dabei zu lesen…
Einfach, oder?

Damals habe ich die nicht so ganz verstanden. Ich dachte mir wenn ich doch beim Essen einen Film und ab und zu in meine Lernunterlagen schaue hab ich doch drei Sachen in einer Zeit erledigt.

Es viel mir sogar richtig schwer bei einer Sache zu bleiben. Vielleicht hatte ich Angst etwas zu verpassen? Wer weiß…

Als ich auf die Übung aufmerksam wurde sind mir als erstes die Intensität und die Tiefe der Wahrnehmung aufgefallen. Wenn ich nur eine Sache tue und voll und ganz dabei bin, nehme ich vieles mehr und intensiver war. Wie sich der Geschmack des Tees verändert wenn er abkühlt, welche kleinen Anspielungen bei einem Film eingebaut sind oder welche Vögel sich im Garten tummeln an einem Frühlingstag.

Was ich heute als noch viel wichtiger empfinde, ist die Ruhe die damit einhergeht. Ein Tag an dem ich ganz in Ruhe morgens an meinem Küchentisch sitze, aus dem Fenster schaue, mein Heißgetränk genieße, alles in Ruhe, bedacht und nacheinander, hat eine ganz andere Qualität.

Dieses Morgenritual hat schon meditative Tendenzen.
Für mich ist es ein perfekter Start in den Tag. Ich kann alles was ansteht willkommen heißen und langsam im hier und jetzt ankommen.

Ich wünsche euch einen guten, ruhigen und entspannten Start in die Woche.

Versucht es mal mit der fünf Minuten Übung – sie kann kleine Wunder bewirken.

Lachen ist heilsam. Und wie!


Ich hatte heute einen sehr anstrengenden Termin der mich mit schlechten Gefühlen zurück gelassen hat. Ich fühlte mich wütend, traurig und vor allem hilflos.


Zu allem Überfluss ging es fast direkt danach in ein Socializing Meeting mit dem Team. Mein erster Impuls war, dass ich mich zurück ziehe und mich aus dem restlichen Tag heraushalte. Da ich aber kein Spielverderber sein wollte, hab ich mir den Termin angeschaut und für mich entschieden zu gehen wenn es nicht passt.

Hinzugehen war die beste Entscheidung des Tages! Wir hatten ein richtig tolles Event das mit einem brachialen Lachflash meinerseits begann. Das war so herrlich befreiend. All die schlechten Energien, Sorgen und die Hilflosigkeit wurden rausgelacht. Und mir ging es gut. Vielleicht sogar super 😉

Hab ich damit das Problem gelöst? Nein, sicher nicht! Aber ich habe ihm die Macht über mich genommen. Das mögen Probleme und Ängste nämlich gar nicht wenn sie ausgelacht werden.

Dann werden sie plötzlich sehr viel kleiner und der Umgang mit ihnen wird um einiges leichter. Und besser noch – die Wunden die aufgerissen wurden beginnen zu heilen…

Ich wünsche euch viele Momente in denen Ihr lachen könnt an diesem Wochenende!

Die eigene Tankuhr

Heute bin ich bei einem Walk and Talk mit meiner tollen Kollegin Rieke eine recht große Runde gegangen. Die erste Herausforderung die wir hatten war, dass zur Zeit beide meiner Knie lädiert sind und ich leider nicht so schnell kann wie ich das gerne hätte.

Wir kennen uns schon recht gut und haben ein vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Darum fiel es mir nicht schwer, darum zu bitten langsamer zu gehen. Aber das kann schon ein erste Stolperstein sein.

Wenn einer aus dem Team, egal wie klein es sein mag, ständig mehr gibt oder leistet als er kann, ist die Gefahr groß, dass er in die Überforderung läuft. Vielleicht sogar ausbrennt.


Auf unserem Weg habe ich ein Auto einer Fahrschule bemerkt und musste an meine eigene Fahrschulzeit denken.
Dort haben wir gelernt:

Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. (§3 StVO (1) – Geschwindigkeit)


Im Straßenverkehr leuchtet uns das recht gut ein und die meisten von uns halten sich die meiste Zeit daran. Geht es um uns selbst oder unsere Leistung sieht das schon anders aus. Obwohl die Straße steil bergauf geht erwarten wir von uns die Geschwindigkeit nicht zu verringern. Plötzlicher Nebel versperrt uns die Sicht und dennoch glauben wir, das es keinen Grund gibt zum bremsen.  Die Warnleuchte der Tankanzeige ist rot und dennoch fahren wir an der Tankstelle vorbei da wir es eilig haben.


In der Auto Analogie ist es jedem von uns klar, dass wir auf einer Autobahn schneller fahren können als auf einem Feldweg. Das ein Auto welches voll beladen ist, langsamer beschleunigt als eines das leer ist.
Was können wir tun um dieses Bild im echten Leben zu nutzen?

Früher, als es noch keine Navis gab und ich in unbekanntem Gebiet unterwegs war, bin ich von Zeit zu Zeit rechts ran gefahren und habe mir einen Überblick verschafft. Habe auf der Karte die nächsten drei – vier Teilziele rausgeschrieben und mich so neu orientiert. Das können wir auch in der Projektwelt oder im Privatleben. Innehalten, eine Pause machen, sich wieder den Überblick zu verschaffen um dann das richtige in der richtigen Geschwindigkeit, richtig zu tun ist sicher ein guter Rat.

Zu reflektieren wo wir gerade und wie die Straßen beschaffen sind, wie das Wetter gerade ist und ob es beständig bleibt aber auch das eigene Vermögen noch weiter zu fahren oder das Territorium zu meistern, ist Überlebens wichtig.
Das ist keine Übertreibung – da spreche ich aus eigener Erfahrung. Wir müssen uns und unsere Umgebung stets im Blick haben um das Risiko zu minimieren das es zu einem Crash kommt.

Wie gut habt ihr euch selbst im Blick? Worauf achtet ihr besonders um eure eigene Tankuhr nicht aus den Augen zu verlieren? Was sind Anzeichen oder Alarmsignale die euch sagen das es Zeit ist rechts ran zu fahren?

Wuuusaaa!

Gestern wurde ich bei einer Veranstaltung darauf angesprochen, was für Ideen ich hätte um ein gestresstes Team wieder „runter“ zu bringen. Etwas gegen den akuten Stress zu tun.


Wir haben einen tollen Austausch gehabt und ich habe auch ein zwei neue Ideen mitgenommen die ich mal versuchen werde. Vielen Dank dafür!


Als Scrum Master oder Coach ist eine unserer Aufgaben, dafür zu sorgen, dass das Team in der richtigen Geschwindigkeit arbeiten kann. Das bedeutet zum einen, dass es auch ein wenig challenging sein darf aber zum anderen eben auch, dass das Team inne halten und durchatmen können soll.


Es geht vor allen darum den besser werden Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren. Das wird deutlich schwerer wenn man nur von Aktion Point zu Aktion Point hetzt.


Ich baue Übungen in den Arbeitsalltag ein, die ich aus meiner Ausbildung zum Resilienz Trainer her kenne. Das können ganz kleine Sachen sein, wie einfach einmal inne zu halten. Zu stoppen. Aus dem Fenster zu schauen, idealerweise ins Grüne oder den Himmel und nichts zu tun. Vor allem aber auch nichts zu denken. Das kann schon kleine Wunder bewirken. Eine kurze Atemübung oder ein wenig Bewegung, in Form von zum Beispiel Rückengymnastik hilft, um den Körper aus der Spannung raus zu nehmen und eine neue Perspektive einzunehmen. Vor dem Meeting den Fokus auf das positive zu legen und mit einer Check In Frage zu starten die Menschen dazu bringt an etwas schönes zu denken kann das Meeting in eine völlig unerwartete Richtung lenken…  


Wie sorgt ihr dafür, dass eure Teams und ihr die Richtige Geschwindigkeit zum Arbeiten findet?
Habt ihr besondere Methoden oder Übungen?