Schlagwort: Selbstführung

Marie Kondo und ich sind Freunde

Na gut, zumindest von meiner Seite aus. Ob sie mich auch so bezeichnen würde, kann ich nicht sagen. Aber eines weiß ich sicher: Marie Kondo hat vor vielen Jahren mein Leben grundlegend verändert.

Ich war ein richtiger Chaot. Meine Wohnung sah oft so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Bücher, Klamotten und unzählige Kleinigkeiten stapelten sich überall. Es war nicht nur das sichtbare Chaos, das mich belastete, sondern auch das Gefühl, dass dieses Chaos einen inneren Widerhall in mir erzeugte. Der Grund? Ich hatte schlicht zu viel Zeug und zu wenig Platz. Mein Versuch, immer mehr Regale zu kaufen, half auch nicht weiter. Das Problem war nicht der Mangel an Stauraum, sondern dass ich einfach zu viele Dinge hatte, die ich nicht wirklich brauchte. Der Überfluss an Gegenständen führte dazu, dass ich mich in meiner eigenen Wohnung unwohl fühlte und das Gefühl hatte, von Krempel erdrückt zu werden.

Die Unordnung wirkte sich nicht nur auf mein Wohnumfeld aus, sondern auch auf meine geistige Klarheit und mein Wohlbefinden. Ich fühlte mich oft müde und antriebslos, als ob das Chaos meine Energie förmlich aufsaugte. Ich hatte so viele Dinge, die ich behalten hatte, weil ich dachte, ich könnte sie irgendwann noch brauchen. Dinge, die mir irgendwann einmal nützlich erschienen, die aber im Laufe der Zeit ihre Bedeutung verloren hatten. Inmitten dieser Unordnung fiel es mir schwer, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren oder mich wirklich zu entspannen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ständig von all dem Zeug um mich herum abgelenkt war. Ein Gefühl, als ob mich die Dinge besitzen würden, anstatt dass ich sie besaß.

Dann stolperte ich eines Tages über Marie Kondos Buch. Es war ein unscheinbarer Moment, der rückblickend zu einem echten Wendepunkt für mich wurde. Ihre Methode, jedes Objekt in die Hand zu nehmen und sich zu fragen, ob es Freude bereitet, hat mich zum Umdenken gebracht. Es war ein einfacher, aber zutiefst wirkungsvoller Gedanke. Statt mich zu fragen, ob ich etwas vielleicht irgendwann noch gebrauchen könnte, fragte ich mich plötzlich, ob es mich glücklich macht. Das war eine völlig neue Art, über die Dinge in meinem Leben nachzudenken.

Es geht nicht nur darum, physische Ordnung zu schaffen, sondern auch um die innere Klarheit, die daraus entsteht. Das Loslassen von Gegenständen, die keine Bedeutung mehr für uns haben, schafft Platz für das, was wirklich wichtig ist. Dieser Prozess war anfangs schwierig, denn viele Dinge waren mit Erinnerungen verbunden, und der Gedanke, sie wegzugeben, fühlte sich an wie ein kleiner Verlust. Doch mit der Zeit merkte ich, dass diese Gegenstände nicht wirklich meine Erinnerungen ausmachten und dass ich auch ohne sie genauso gut weiterleben konnte. Erinnerungen sind nicht an Gegenstände gebunden, sondern sie leben in uns weiter. Diese Erkenntnis gab mir den Mut, mich von noch mehr Dingen zu trennen.

Seitdem miste ich jedes Jahr aus. Es ist zu einer Art Ritual geworden, das ich bewusst pflege. Jedes Jahr nehme ich mir ein Wochenende, das ich dem Ausmisten widme. Dabei gehe ich systematisch durch jeden Raum, jede Schublade, jeden Schrank. Dieses Jahr waren es 10 Schredder-Füllungen und 7 Müllsäcke. Und jedes Mal fühlt es sich unglaublich befreiend an. Es schafft nicht nur physische Ordnung, sondern auch mentalen Raum, Platz für Neues und Klarheit im Kopf. Das jährliche Ausmisten bringt mich dazu, mein Leben zu reflektieren und mir bewusst zu machen, welche Dinge mich wirklich glücklich machen. Ich nehme mir Zeit, durch meine Sachen zu gehen, und jedes Mal überrascht es mich, wie viel sich im Laufe eines Jahres ansammelt, obwohl ich denke, achtsam mit dem Konsum umzugehen. Es ist, als würden sich Dinge fast von selbst vermehren.

Das Ritual des Ausmistens ist für mich zu einer Art inneren Reinigung geworden. Wenn ich meine Wohnung von unnötigem Ballast befreie, dann befreie ich auch meinen Geist. Es ist ein Akt der Selbstfürsorge. Während ich die Dinge durchgehe, stelle ich mir oft Fragen wie: „Warum habe ich das überhaupt gekauft?“ oder „Warum habe ich das so lange aufbewahrt?“ Diese Fragen führen mich oft zu überraschenden Erkenntnissen über mich selbst. Manchmal finde ich heraus, dass ich Dinge aus einem Gefühl der Unsicherheit oder des Mangels heraus behalten habe. Ich habe sie behalten, weil ich dachte, sie könnten mir irgendwann ein Gefühl der Sicherheit geben. Doch die Wahrheit ist: Je mehr Dinge ich um mich herum hatte, desto erdrückender wurde das Gefühl.

Das Ausmisten hat mich gelehrt, bewusster zu konsumieren. Ich kaufe nicht mehr Dinge, nur weil sie gerade im Angebot sind oder weil ich denke, dass sie mich kurzfristig glücklich machen könnten. Stattdessen frage ich mich, ob dieses Ding wirklich einen langfristigen Wert in meinem Leben haben wird. Diese Einstellung hat dazu geführt, dass ich weniger kaufe, dafür aber gezielter und mit mehr Freude. Ich habe gelernt, dass weniger oft mehr ist. Weniger Dinge zu besitzen bedeutet nicht weniger Fülle im Leben, sondern oft genau das Gegenteil: mehr Raum für das, was wirklich wichtig ist.

Dieser Prozess hilft mir, Ballast abzuwerfen und mich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Das Gefühl, am Ende eines solchen Wochenendes in eine aufgeräumte, luftige Wohnung zu treten, ist einfach unbeschreiblich. Es fühlt sich an, als könnte ich endlich wieder tief durchatmen. Auch mental gibt es mir einen Neustart, eine Art von Klarheit, die mir hilft, mich auf meine Ziele und Prioritäten zu fokussieren. Ich merke, wie mich das Ausmisten jedes Jahr ein Stück weit verändert. Es ist ein innerer Reinigungsprozess, der mir hilft, mich weiterzuentwickeln. Ich lasse nicht nur Gegenstände los, sondern auch alte Glaubenssätze, Erwartungen und Ängste. Jedes Jahr fühle ich mich ein wenig leichter, freier und lebendiger.

Marie Kondos Methode hat mir gezeigt, dass es nicht nur darum geht, aufzuräumen, sondern sich bewusster mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen und Entscheidungen darüber zu treffen, was bleiben darf und was nicht. Sie hat mich gelehrt, dass Aufräumen eine Möglichkeit ist, den eigenen Lebensweg zu reflektieren und sich neu auszurichten. Es geht darum, mein Leben bewusster zu gestalten und mich von dem zu verabschieden, was mich belastet. Platz zu schaffen für das, was wirklich zählt. Denn am Ende sind es nicht die Dinge, die unser Leben bereichern, sondern die Erfahrungen, die wir machen, und die Menschen, die uns umgeben. Das jährliche Ausmisten ist für mich zu einer Erinnerung geworden, dass ich mich immer wieder fragen sollte, was mir wirklich wichtig ist und ob das, was ich um mich habe, mir dabei hilft, das Leben zu führen, das ich mir wünsche.

Interessanterweise lässt sich diese Methode nicht nur auf das Aufräumen der Wohnung anwenden, sondern genauso gut auf andere Bereiche unseres Lebens. Besonders hilfreich ist dieser Ansatz in der Arbeit mit Produkten, Backlogs und Aufgabenlisten. In meiner Rolle als Coach und Berater habe ich festgestellt, dass das Prinzip des „Freude Bereitens“ auch bei der Priorisierung von Aufgaben einen großen Unterschied machen kann. Wenn wir uns fragen, welche Aufgaben wirklich zur Freude der Kunden oder zum Erfolg des Produkts beitragen, schaffen wir eine Art mentale Ordnung. Es geht darum, das Produkt-Backlog von unnötigem Ballast zu befreien, damit die wirklich wertvollen Features klar zum Vorschein kommen können.

In der Arbeit mit Teams sehe ich oft überfüllte Backlogs, die wie chaotische Speisekammern voller „was-wäre-wenn“-Features wirken. Wenn wir jedoch das Prinzip der Klarheit und des bewussten Loslassens anwenden, stellt sich schnell heraus, welche Aufgaben tatsächlich Wert schaffen und welche nur den Fokus verwässern. Es geht nicht darum, mehr zu tun, sondern das Richtige zu tun – genauso, wie es beim Ausmisten meiner Wohnung nicht darum geht, mehr Dinge unterzubringen, sondern nur das zu behalten, was wirklich zählt. Indem wir unseren Backlog regelmäßig „ausmisten“, schaffen wir Platz für Innovation und ermöglichen es dem Team, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ähnlich verhält es sich mit Aufgabenlisten. Viele von uns neigen dazu, immer mehr Aufgaben auf die To-do-Liste zu setzen, bis wir uns davon überwältigt fühlen. Auch hier kann das bewusste Loslassen einen großen Unterschied machen. Welche Aufgaben bereiten Freude? Welche bringen uns wirklich voran? Und welche sind einfach nur unnötiger Ballast, der uns daran hindert, effektiv zu sein? Die Kraft des bewussten Ausmistens hilft uns, unsere Energie auf das zu lenken, was wirklich zählt, und nicht nur auf das, was dringend erscheint.

Dieser Prozess hat mir auch gezeigt, dass es Mut braucht, sich von Altem zu trennen, aber dass dieser Mut am Ende belohnt wird. Die Leichtigkeit, die entsteht, wenn der Ballast endlich weg ist, ist unbeschreiblich. Sie gibt mir die Freiheit, neue Erfahrungen zu machen, Neues zu lernen und mich auf die Zukunft zu freuen. Es ist ein Prozess des Loslassens und der Neuausrichtung, der mir jedes Jahr aufs Neue ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit schenkt. Es ist ein immerwährender Kreislauf des Loslassens und des Neuanfangs, der mein Leben nachhaltig bereichert hat.

Marie Kondo und ich – vielleicht sind wir wirklich Freunde. Zumindest hat sie mir beigebracht, dass mein Zuhause, meine Aufgaben und mein Backlog ein Ort der Ruhe und Freude sein können, wenn ich sie bewusst gestalte. Und dafür bin ich ihr zutiefst dankbar.

Früh teilen statt spät zweifeln: Agiles Arbeiten geht auch bei mir

Früh teilen statt spät zweifeln: Agiles Arbeiten geht auch bei mir
In letzter Zeit beschäftige ich mich intensiv mit den zwölf Prinzipien des agilen Manifests. Dies hat zweierlei Gründe: Zum einen tauchen sie immer wieder in Gesprächen mit meinen Studenten auf. Es ist beinahe unvermeidlich, dass wir an diesem Thema vorbeikommen, da agiles Denken und Handeln in nahezu allen modernen Projekten eine Rolle spielt. Zum anderen aber begegnen mir diese Prinzipien auch in meiner täglichen Arbeit als Berater, wo sie mir helfen, Impulse zu setzen und Klarheit in den Prozess zu bringen.

Besonders das Prinzip, das die häufige Auslieferung betont – „Deliver working software frequently, from a couple of weeks to a couple of months, with a preference to the shorter timescale“ – rückt für mich gerade stark in den Fokus. Wahrscheinlich, weil ich selbst aktuell mitten in einem Schaffensprozess stecke. Interessanterweise befinde ich mich plötzlich in der Rolle eines Entwicklers und nicht mehr nur in meiner gewohnten Rolle als Berater. Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, andere zu ermutigen, schnell Ergebnisse zu präsentieren; ich muss es nun auch für mich selbst umsetzen.

Wenn ich zu einem Kunden gehe, ist es dieses Prinzip, das ich ihm immer und immer wieder vor Augen führe. Es geht eben nicht nur darum, in Projekten Fortschritte zu machen – es geht darum, die Fortschritte sichtbar zu machen und ständig Feedback einzuholen. Das gilt meiner Meinung nach nicht nur für Softwareprojekte, sondern für viele, vielleicht sogar für alle Vorhaben, die einen kreativen, iterativen Prozess durchlaufen.

Denn dieses Prinzip ist mehr als eine Technik; es ist eine Philosophie. Ich mag es, weil es so kraftvoll und zugleich so entwaffnend ehrlich ist. Es zwingt uns dazu, unsere Arbeit immer wieder ans Licht zu bringen und sie der Kritik auszusetzen. Und seien wir ehrlich: Gerade dieser Teil ist es, der vielen von uns so schwerfällt.

Erst vor kurzem hatte ich eine interessante Erfahrung mit einem Freund, der mich bat, sein Buch zu lesen und zu bewerten. Es sollte bald veröffentlicht werden – sehr bald. Über 300 Seiten warteten auf mein kritisches Auge. Natürlich fühlte ich mich geehrt, dass er meine Meinung schätzt und mich um mein Feedback bittet. Doch insgeheim fragte ich mich: Warum erst jetzt? Warum nicht schon viel früher, als noch Zeit war, die Richtung anzupassen und möglicherweise strukturelle Änderungen vorzunehmen?

Es scheint, als würden wir oft Wochen und Monate „im dunklen Keller“ an unserem „Baby“ arbeiten, bevor wir es der Welt zeigen. Warum tun wir das, obwohl wir es doch eigentlich besser wissen? Haben wir wirklich so große Angst davor, dass jemand sagen könnte, unser Werk sei unvollkommen oder – unser Baby gar hässlich?

Dieser Gedanke lässt mich nicht los. Es ist eine Art Paradoxon, das ich auch in meiner Arbeit immer wieder erlebe. Wir wollen mit unserer Arbeit anderen einen Mehrwert bieten, aber gleichzeitig scheuen wir uns, sie frühzeitig zu teilen und uns potenziell unangenehmen Rückmeldungen auszusetzen. Vielleicht ist es die Angst vor der Blöße, die uns antreibt, monatelang im Geheimen zu werkeln, ohne uns früh genug mit der Realität zu konfrontieren.

Doch hier zeigt sich die Stärke des agilen Prinzips. Indem wir uns zwingen, regelmäßig auszuliefern und Feedback einzuholen, durchbrechen wir diesen Zyklus der Unsicherheit. Wir werden mutiger, offener und letztendlich erfolgreicher. Die kurze Zeitskala zwingt uns zur Fokussierung, zur Priorisierung und zur kontinuierlichen Reflektion. So stellen wir sicher, dass das, was wir erschaffen, tatsächlich einen Wert hat – für uns und für andere.

Ps.: Ich habe durch die Situation mit meinem Freund gelernt, dass ich da kein Stück besser bin. Ich hab auch schon viel zu viel im stillen Kämmerchen gemacht. Aber es jetzt erkannt und begonnen es zu ändern.

Kleine Veränderungen 02: Früh ins Bett gehen und früh aufstehen -Ein Schlüssel zu mehr Energie und Produktivität

Früher war mein Motto: „Der frühe Vogel kann mich mal!“ Ich war ein überzeugter Langschläfer, der gerne bis in die Nacht hinein wach blieb und es liebte, sich in die frühen Morgenstunden hinein zu entspannen. Morgens vom Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden, gehörte zu den unangenehmsten Erlebnissen meines Tages. Ich hasste es, aus den schönsten Träumen gerissen zu werden, bevor ich überhaupt bereit war, aufzustehen. Die Idee, freiwillig früh ins Bett zu gehen und früh aufzustehen, schien für mich lange Zeit vollkommen absurd.

Aber wie so oft im Leben, ändern sich die Dinge, wenn man beginnt, die Auswirkungen des eigenen Lebensstils auf das Wohlbefinden zu hinterfragen. Ich merkte, dass meine Nächte, die ich oft mit Fernsehen, Computerspielen oder endlosen Scroll-Sessions in den sozialen Medien verbrachte, mich morgens erschöpft und energielos zurückließen. Mein Schlaf war unregelmäßig, und ich fühlte mich selten wirklich ausgeruht. Trotz ausreichend Stunden im Bett hatte ich das Gefühl, nicht genügend Schlaf zu bekommen.

Eines Tages entschloss ich mich, etwas zu ändern. Inspiriert von Berichten über die positiven Effekte eines geregelten Schlafrhythmus und das „frühe Aufstehen“ als Erfolgsgeheimnis vieler produktiver Menschen, wollte ich es selbst ausprobieren. Ich begann damit, meinen Wecker zu ändern. Statt eines schrillen Wecktons, der mich abrupt aus dem Schlaf riss, besorgte ich mir einen Tageslichtwecker. Dieser Wecker simuliert einen Sonnenaufgang, indem er das Licht allmählich heller werden lässt, bis zur gewünschten Aufwachzeit. Das Licht dieses Weckers beeinflusst die Melatoninproduktion, ein Hormon, das den Schlaf reguliert. Wenn es am Morgen langsam heller wird, stoppt die Melatoninausschüttung und die Produktion von Serotonin wird angeregt. Serotonin ist dafür bekannt, die Stimmung zu verbessern und das Gefühl der Wachheit zu fördern.

Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass ich mich nach einigen Tagen bereits besser fühlte. Ich wachte weniger abrupt auf, fühlte mich sanfter aus dem Schlaf geholt und war am Morgen tatsächlich wacher und weniger gereizt. Es schien, als hätte dieser Tageslichtwecker mein Leben verändert. Doch das war nur der Anfang. Der Wecker allein konnte mir nicht zu einem besseren Schlaf verhelfen. Ich musste auch meine abendlichen Gewohnheiten ändern, um die Qualität meines Schlafes zu verbessern.

Ich begann damit, bewusst früher ins Bett zu gehen. Früher bedeutete für mich zunächst 23 Uhr, dann allmählich 22 Uhr. Das war eine Umstellung, denn ich war es gewohnt, erst nach Mitternacht schlafen zu gehen. Um diese neue Schlafenszeit möglich zu machen, musste ich meine Abendroutine ändern. Ich setzte mich nicht mehr mit dem Laptop oder dem Handy ins Bett, sondern las ein Buch oder hörte beruhigende Musik. Ich schaltete das helle Licht aus und nutzte nur noch gedämpftes Licht, um meinen Körper auf das Schlafengehen vorzubereiten. Das half mir, allmählich zur Ruhe zu kommen und den Übergang vom Tag zur Nacht zu erleichtern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Gestaltung des Schlafumfeldes. Ich achtete darauf, mein Schlafzimmer so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Raum sollte kühl, dunkel und ruhig sein. Ich habe mir bequeme Bettwäsche gekauft und darauf geachtet, dass das Bett nur zum Schlafen genutzt wird – keine Arbeit, kein Fernsehen, keine unnötigen Aktivitäten. Dadurch schuf ich eine klare Assoziation: Das Bett war nur für den Schlaf da. Diese Maßnahme half mir, besser einzuschlafen und durchzuschlafen.

Eine der größten Herausforderungen war es, meine Gewohnheiten im Umgang mit digitalen Geräten zu ändern. Ich war es gewohnt, bis kurz vor dem Schlafengehen auf meinem Handy zu scrollen, Nachrichten zu lesen oder Videos anzusehen. Das blaue Licht der Bildschirme jedoch hemmt die Produktion von Melatonin, was das Einschlafen erschwert. Ich beschloss, eine Stunde vor dem Schlafengehen alle elektronischen Geräte auszuschalten und stattdessen eine entspannende Tätigkeit auszuführen, die mir half, zur Ruhe zu kommen. Das konnte ein heißes Bad, eine kurze Meditation oder einfach nur das Lesen eines Buches sein. Diese kleine Veränderung hatte einen großen Einfluss auf meine Schlafqualität.

Mit der Zeit wurde ich immer früher müde und merkte, dass ich mich an den neuen Rhythmus gewöhnte. Am Anfang war es schwer, aber ich zwang mich, konsequent zu bleiben, auch an Wochenenden. Ich merkte, dass ich morgens mehr Energie hatte, wenn ich früh aufstand, und der Tag schien mir irgendwie länger und produktiver. Ich hatte mehr Zeit, mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren und auch Dinge zu erledigen, die ich sonst vor mir herschob. Der Morgen entwickelte sich zu einer der produktivsten Phasen meines Tages. Ich konnte mich ungestört meinen Aufgaben widmen, während die Welt um mich herum noch schlief. Dieses Gefühl, den Tag mit so viel Ruhe und Konzentration zu beginnen, war befreiend und motivierend zugleich.

Eine der größten Veränderungen war meine Energie am Tag. Früher fühlte ich mich oft träge und müde, besonders am Nachmittag. Das hat sich nun stark verbessert. Ich fühlte mich insgesamt wacher, konzentrierter und positiver. Die morgendlichen Stunden wurden zu einer Zeit, die ich nur für mich hatte, bevor die Anforderungen des Tages auf mich einprasselten. Ich konnte meine Gedanken sammeln, den Tag planen und in Ruhe in den Tag starten. Diese Zeit schenkte mir ein Gefühl der Kontrolle und Selbstbestimmtheit.

Frühes Aufstehen bedeutet jedoch nicht nur, dass man früher wach ist, sondern auch, dass man eine Morgenroutine entwickelt, die zu einem passt. Für mich begann der Morgen mit einem Glas Wasser, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen, gefolgt von einer kurzen Meditation oder Atemübung, die mir half, mich zu zentrieren und mich mental auf den Tag vorzubereiten. Danach frühstückte ich in Ruhe, ohne Eile, und bereitete mich auf den Tag vor. Diese kleine Routine half mir, positiv und gelassen in den Tag zu starten.

Ein weiterer positiver Effekt war die Verbesserung meiner Produktivität. Ich stellte fest, dass ich in den frühen Morgenstunden viel konzentrierter arbeiten konnte. Ich hatte weniger Ablenkungen und konnte meine Aufgaben effizienter erledigen. Dieser Fokus hielt oft den ganzen Tag an. Ich begann, meine wichtigsten Aufgaben auf den Morgen zu legen, um die ungestörte Zeit bestmöglich zu nutzen. Am Ende des Tages fühlte ich mich zufriedener, weil ich das Gefühl hatte, wirklich etwas geschafft zu haben.

Natürlich gab es auch Herausforderungen. Es gab Tage, an denen ich mich am Abend noch voller Energie fühlte und Schwierigkeiten hatte, früh ins Bett zu gehen. Aber ich lernte, auf meinen Körper zu hören und ihm die Ruhe zu geben, die er brauchte. Ich merkte, dass die Qualität des Schlafs wichtiger war als die bloße Anzahl der Stunden, die ich im Bett verbrachte. Durch die Einführung einer festen Abendroutine fiel es mir immer leichter, zur gleichen Zeit schlafen zu gehen.

Die Umstellung von einem Langschläfer auf einen Frühaufsteher hat meine Lebensqualität spürbar verbessert. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich freiwillig vor sieben Uhr morgens aufstehen würde, aber heute genieße ich es. Die Ruhe des Morgens, die Zeit für mich selbst und die Klarheit, die ich dadurch gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Es ist erstaunlich, wie viel eine kleine Veränderung im Tagesablauf bewirken kann. Durch das frühere Zubettgehen und Aufstehen habe ich mehr Energie, fühle mich produktiver und ausgeglichener.

Ich kann jedem nur empfehlen, es auszuprobieren. Es ist nicht einfach und es braucht Zeit, bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt, aber es lohnt sich. Der Schlüssel liegt darin, konsequent zu bleiben und sich selbst Zeit zu geben, die Veränderung anzunehmen. Wer weiß, vielleicht entdeckst du, genau wie ich, dass der frühe Vogel doch etwas für dich sein kann.

Das frühe Zubettgehen und Aufstehen hat mir nicht nur geholfen, meinen Schlaf zu verbessern, sondern auch, meinen Tag bewusster zu gestalten. Es ist eine Veränderung, die über den Schlaf hinausgeht und das gesamte Leben beeinflusst. Mehr Energie, mehr Produktivität und ein größeres Gefühl der Zufriedenheit – all das habe ich durch diese kleine Anpassung meines Tagesablaufs erreicht. Wenn du dich oft müde und ausgelaugt fühlst, könnte das eine Lösung für dich sein. Es geht nicht darum, dein ganzes Leben umzukrempeln, sondern darum, eine einfache, aber effektive Veränderung vorzunehmen, die dir helfen kann, dein volles Potenzial zu entfalten.

Wenn du neugierig bist und mehr darüber erfahren möchtest, wie sich kleine Veränderungen auf dein Leben auswirken können, freue ich mich darauf, meine Erfahrungen mit dir zu teilen. Es ist erstaunlich, wie viel Kraft in diesen kleinen Entscheidungen steckt, die wir jeden Tag treffen. Veränderung beginnt nicht mit großen Schritten, sondern mit den kleinen, die wir Tag für Tag machen.

25 Kleine Verhaltensänderungen für ein Besseres Leben – Meine persönlichen Erfahrungen

In den letzten Monaten habe ich viele Veränderungen in meinem Leben erlebt. Es fühlte sich an, als ob ich in einem Sturm gefangen wäre, in dem sich alles ständig und mit hoher Geschwindigkeit drehte. Sowohl beruflich als auch privat musste ich mich neuen Herausforderungen stellen, und es war oft schwer, den Überblick zu behalten. In solchen Zeiten ist es besonders wichtig, gut auf sich selbst zu achten, um genug Kraft zu haben, mit dem Druck von außen umzugehen. Doch wie schafft man das, wenn der Alltag bereits so stressig ist?

Viele Menschen raten in solchen Situationen zu einer umfassenden Umstellung des Lebensstils. Achtsamkeit, gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und genügend Schlaf werden oft als Schlüssel zu einem besseren Leben angepriesen. Doch wenn man mitten im Chaos steckt, scheinen solche radikalen Veränderungen kaum umsetzbar. Es fehlt schlichtweg die Energie, alles auf einmal zu ändern. Gleichzeitig einfach weiterzumachen, als wäre nichts, ist jedoch auch keine Lösung. Irgendwann sind die eigenen Ressourcen erschöpft, und der Akku ist leer. Was also tun?

Ich habe für mich eine Lösung gefunden, die aus kleinen, aber gezielten Veränderungen besteht. Anstatt mein Leben radikal umzukrempeln, habe ich begonnen, schrittweise kleine Anpassungen in meinen Alltag einzubauen. Diese Veränderungen sind leicht umzusetzen und erfordern keine große Umstellung. Sie kosten wenig Energie und Willenskraft, sind dafür aber langfristig wirksam. Mit dieser Herangehensweise kann man viel erreichen, ohne sich überfordert zu fühlen. Viele kleine Schritte summieren sich schließlich zu einer großen Veränderung.

In der folgenden Artikelserie möchte ich meine Erfahrungen mit 25 kleinen Verhaltensänderungen teilen, die mir geholfen haben, mein Wohlbefinden zu steigern. Vielleicht sind sie auch für dich eine Inspiration. Jede Veränderung, die ich vorstellen werde, habe ich selbst ausprobiert und in meinen Alltag integriert. Ich werde erläutern, warum ich mich für diese Änderungen entschieden habe, welche Vorteile ich daraus ziehe und wie sie auch dir helfen können, deinen Alltag ein wenig positiver zu gestalten.

Ein Beispiel ist die Anpassung meiner Morgenroutine. Früher griff ich nach dem Aufwachen sofort zum Handy und startete hektisch in den Tag. Jetzt nehme ich mir fünf Minuten Zeit, um ruhig zu atmen und den Tag bewusst zu beginnen. Diese kleine Veränderung hat einen großen Unterschied gemacht. Ich starte ruhiger und weniger gestresst in den Tag und habe das Gefühl, den Tag besser im Griff zu haben. Eine weitere kleine, aber wirkungsvolle Veränderung ist es, bewusst auf die Atmung zu achten. Oft atmen wir in stressigen Situationen flach und unregelmäßig. Mehrmals am Tag bewusst tief ein- und auszuatmen, hilft mir, mich zu entspannen und klarer zu denken.

Bewegung ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Es muss nicht immer das Fitnessstudio sein. Kleine Bewegungseinheiten lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Ob ein Spaziergang in der Mittagspause oder ein paar Dehnübungen zwischendurch – auch kleine Schritte haben eine große Wirkung auf das körperliche und geistige Wohlbefinden. Eine weitere Änderung, die ich in meinen Alltag integriert habe, betrifft die Ernährung. Anstatt zu Schokolade oder Chips zu greifen, wähle ich nun bewusst gesündere Alternativen wie Nüsse oder Obst. Diese kleinen Veränderungen geben mir mehr Energie und lassen mich insgesamt besser fühlen.

Am Ende des Tages denke ich über drei Dinge nach, für die ich dankbar bin. Diese Übung hilft mir, den Fokus auf das Positive zu lenken und den Tag mit einem guten Gefühl abzuschließen. Es sind diese kleinen, bewussten Momente, die mich ruhiger und zufriedener machen.

Ich möchte mit dieser Artikelserie zeigen, dass jeder Mensch sein Leben durch kleine Veränderungen positiv beeinflussen kann. Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder sich selbst zu überfordern. Vielmehr geht es darum, Schritt für Schritt in eine positive Richtung zu gehen. Vielleicht fühlst du dich, genau wie ich, manchmal überfordert und suchst nach einfachen Wegen, um besser mit dem Stress umzugehen. Oder du möchtest einfach ein paar neue Ideen, um deine tägliche Routine zu verbessern. Was auch immer deine Motivation ist, ich freue mich, wenn du mich auf dieser Reise begleitest.

In den nächsten Artikeln werde ich jede der 25 Verhaltensänderungen im Detail vorstellen. Von Achtsamkeitsübungen über Ernährungstipps bis hin zu kleinen Tricks, die den Alltag entspannter gestalten, wird für jeden etwas dabei sein. Es geht darum, gemeinsam kleine Schritte in ein besseres Leben zu machen.

Wenn du Fragen hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, schreibe mir gerne. Ich freue mich auf deine Nachrichten und darauf, gemeinsam mit dir Wege zu finden, wie wir durch kleine Anpassungen große Erfolge erzielen können. Ich freue mich auf dich!

Folge 008 Pausen

Ist ja eigentlich ganz einfach, oder?

Machst du genügend Pausen? Was bedeutet eigentlich ausreichend Pause machen? Sind das die fünf Minuten die ich Bildschirmarbeitspause mache? Ist es die ausgedehnte Mittagspause? Das Wochenende oder der Jahresurlaub?

Pausen können vieles sein. Manchmal genügt es einen Moment seinen Gedanken hinter her zu hängen. Manchmal muss man sich für Tage und Wochen aus dem Spiel raus nehmen.


Wichtig ist dabei, zu erkennen wann wir Pausen benötigen und das am besten rechtzeitig bevor Dein Körper anfängt dich deutlich und nachdrücklich darauf aufmerksam zu machen.

Wenn Du erstmal Körperliche Anzeichen hast dann ist es aller höchste Eisenbahn! Vor allem kostet es viel mehr den sprichwörtlichen Karren aus dem Dreck zu ziehen als wenn Du bei Zeiten Pausen gemacht hättest.


Das ist leider manchmal gar nicht so einfach wie es sich anhört. Ich weiß das aus eigener, leidiger Erfahrung. Eines meiner Probleme, durch die ich immer wieder in den selben Fettnapf trete ist, dass meine Arbeit mir wirklich Freude bereitet und viel Kraft gibt.

Aber auch in diesem Fall gibt es ein zu viel…

Was mir dabei hilft es nicht zu weit laufen zu lassen sind ein paar einfache Skalenfragen die ich mir regelmäßig stelle.
Darüber erzähle ich heute ein wenig.


Was tut ihr um euren Tankstand zu reflektieren? Habt ihr Rituale? Tools oder Methoden?

Ich bin sehr gespannt das darauf zu erfahren!

Bis dahin:

Erholung ist die Würze der Arbeit.
Plutarch


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Michael


Und nicht vergessen:

Ich hab noch viel zu erzählen!

Folge 006 – Wie redest du denn mit Dir?

Ja, wie redest du eigentlich mit Dir?

Es ist schon verwunderlich:
Wenn eine befreundete Person zu uns kommt und unsicher ist, dann versuchen wir sie in der Regel zu ermutigen und ihr positive Energie mitzugeben. Fragt jemand den wir mögen um Rat, dann schauen wir objektiv aber wohlwollend auf die Fragestellung und ermuntern ihn. Wenn ein Kollege eine Präsentation halten muss, an der viel hängt, dann unterstützen wir ihn und machen ihm Mut.

Warum ist es so, dass wenn wir selbst in diesen drei Situationen stecken, wir so harsch mit uns umgehen?
Keine Spur mehr von Mut machen und unterstützen. Eher Zweifel sähen und alle möglichen Worstcase Szenarien ausdenken. Runterputzen und schon am Anfang resignieren.

Wir sind so oft unser stärkster Kritiker und schießen damit weit über das Ziel hinaus!

Sich zu reflektieren, angemessen oft und intensiv in den Spiegel schauen ist eine sehr gute Sache und hilft uns in vielen Punkten. Wir haben dadurch die Chance uns weiter zu entwickeln und besser zu verstehen, was gut und wichtig für uns ist.
Sind wir aber zu kritisch mit uns, dann verbauen wir uns Wege die wir vielleicht hätten gehen sollen.

Ich erzähle in dieser Folge ein wenig mehr über meinen inneren Kritiker und wie ich gelernt habe mich mit ihm zu versöhnen und mit ihm umzugehen.

Durch meinen Burnout wurde dieser Kritiker sehr laut – so laut, dass ich kaum noch andere Stimmen hören konnte. Wie es auch im echten Leben so oft so ist, die Lauten bekommen schnell Gehör und „gehen in Führung“.
Wenn wir ehrlich sind, dann gehen sie nicht in Führung sondern sie verdrängen die leiseren Personen oder Stimmen die nur noch eingeschüchtert auf den Boden schauen.
Ich durfte lernen, dass die lauten Berater oft nicht die besten sind. Das war ein guter erster Schritt in die richtige Richtung. Aber hört selbst…

Anbei noch die versprochenen Affirmationen die ich aus meiner Reha mitgenommen habe:

  • Ich akzeptiere mich so, wie ich bin, und arbeite kontinuierlich an meiner persönlichen Entwicklung.
  • Ich erlaube mir, Fehler zu machen, denn sie sind Teil des Lernprozesses und der menschlichen Erfahrung.
  • Ich bin stolz auf meine Fortschritte und erkenne meine eigenen Erfolge an.
  • Ich behandele mich selbst mit Freundlichkeit und dem Mitgefühl, so wie ich es bei anderen tun würde.
  • Ich vertraue meinem Urteilsvermögen und treffe Entscheidungen, die zu meinem Wohlbefinden beitragen.
  • Ich erkenne meine Stärken an und nutze sie, um positive Veränderungen in meinem Leben zu bewirken.
  • Meine Selbstliebe und Selbstakzeptanz wachsen jeden Tag.
  • Ich bin genug, so wie ich bin, und ich arbeite daran, mein volles Potenzial zu entfalten.
  • Ich lasse negative Selbstkritik los und ersetze sie durch positive Gedanken über mich selbst.
  • Ich ehre meinen eigenen Weg und vertraue darauf, dass ich mich stetig entwickle.
  • Ich begegne mir selbst mit Geduld und Verständnis, während ich an meinen Zielen arbeite.
  • Ich wähle, mich auf meine positiven Eigenschaften zu konzentrieren und meine Selbstzweifel loszulassen.

Mir waren diese Affirmationen auch ein wenig zu esoterisch darum hab ich mir eigene gebaut und meine eigene Methode dazu gebastelt. Ich bin gespannt darauf, was ihr dazu sagt.
Bis dahin:

Seid doch einfach mal nett zu euch – Das ist gar nicht so schwer!


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Ich hab noch viel zu erzählen!

Folge 005 – Freizeitstress

Freizeitstress

Es gibt in unserer Gesellschaft mannigfaltige Faktoren die uns stressen können. Die größten Auslöser für Freizeitstress sind nach wie vor: nicht ausreichend Zeit für sich selbst und andere zu haben oder schlicht zu wenig Zeit für die ganzen Freizeitaktivitäten zu haben die anstehen.

Kennst du so eine Situation?
Du hetzt von der Arbeit noch schnell ins Fitnessstudio da du es schon seit zwei Wochen nicht mehr dorthin geschafft hast und dein schlechtes Gewissen Dich plagt. Heute machst Du nur ein kleines Set, da du danach auf schnellstem Wege nach Hause musst. Es kommt Besuch. Den Alten Bekannten den du auf dem Weg triffst nickst du nur kurz zu und sagst entschuldigend „Ich bin in Eile“. Zuhause angekommen bereitest Du das Essen vor, wischt den Boden währen du deine WhatsApp Nachrichten beantwortest. Die Zeit rennt und wenn deine Leute kommen bist du völlig am Ende aber noch längst nicht mit allem fertig. An die Nachrichten und deren Inhalt erinnerst du dich eigentlich kaum mehr…

Diese oder ähnliche Situationen sind heute völlig normal geworden. Wir machen kaum noch nur eine Sache zur selben Zeit. Das erzeugt Stress der durchaus vergleichbar mit dem bei einer Projektabgabe im Arbeitskontext ist.

Was Stress mit uns macht wissen wir zwar, nehmen das jedoch billigend in Kauf.

Das sollten wir dringend ändern oder es wenigstens einmal kritisch hinterfragen. Dafür brauchen wir jedoch Ruhe die wir sicher nicht haben während wir mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft halten…

Es ist Zeit das Karussell anzuhalten und zu stoppen!


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Silence! I Kill You!

💬 Jeder kennt die Quasselstrippen in Meetings und im privaten die einfach nicht aufhören wollen zu reden. Sie machen scheinbar keine Atempause und zeigen ein Können in der Zirkulär Atmung auf dass mach ein Didgeridoo Spieler neidisch wäre.
Sie sind schwer zu bändigen, alleine schon da man kaum einen Punkt findet um einzuhaken. Das sind sicher schwer zu moderierende Teilnehmer. Was ist aber mit denen die einfach nichts sagen?

🥱 Ich war heute als Vertretung in einer Retrospektive und würde die Beteiligung als eher verhalten bezeichnen. Die Stimmung war gut aber die Beteiligung wirklich spärlich. Es gab generell wenig Wort Beiträge und wenn, fielen diese eher als ein oder zwei Wort Sätze aus.

❓ Was tun wenn dem so ist? Was tun wenn einfach nichts zurück kommt auf eine Frage?

❗ Ein sogenannter Check In mit einer Eisbrecher Frage kann helfen um jeden Teilnehmer einmal zur aktiven Beteiligung zu verleiten.

❗ Auch Kleingruppen können helfen das erste Eis zu brechen und die Personen im Meeting zum reden zu bringen. Vielen fällt es in Zweier- oder Dreiergruppen leichter etwas zu sagen.

❗ Während des Termins beginne ich in der Tat erstmal bei mir und versuche Achtsam auf mich und die Situation zu schauen.
Ich lenke meine Aufmerksamkeit für ein oder zwei Minuten auf mich und das Hier und Jetzt. Habe ich etwas übersehen? Ist überhaupt klar was ich jetzt gerade von den Teilnehmern erwarte? Bin ich auf der richtigen Fährte?
In dieser Zeit bleibe ich ganz bewusst still und warte ab. Zum einen gebe ich meinen Gegenüber Gelegenheit sich zu ordnen, Antworten zu formulieren oder ggf. Rückfragen zu stellen wenn ihnen etwas unklar ist.

❗ Kommt dann immer noch keine Reaktion aus der Runde spreche ich einzelne Teilnehmer direkt an. „Liebe:r was sagst Du dazu? Was ist Deine Idee? Was war für Dich ein wichtiges Ereignis im letzten Sprint?“

❗ Die Situation anzusprechen ist sicher auch immer eine gute Idee. Also das was gerade passiert den Teilnehmern zu spiegeln. „Ich nehme die Situation so und so war…“

❗ Führt dies auch nicht zum gewünschten Effekt, frage ich den Teilnehmerkreis ob ich vielleicht daneben liege und gerade in der falschen Richtung unterwegs bin?
Vielleicht brauchen sie im Moment etwas ganz anderes? Vielleicht steht ein Elefant im Raum der alles andere überschattet?

❗ Mir ist noch wichtig klarzustellen, dass Schweigen nicht immer ein Problem darstellen muss. Wenn der Moderator der einzige ist der im Meeting spricht sollten wir aber entscheiden ob das so gewollt ist…

❓ Habt ihr noch andere Ansätze wie ihr mit „Schweigern“ umgeht?

#Retrospektive #schweigen #moderation #achtsamkeit

Von einem der auszog das Nein sagen zu lernen

🚫 Von einem der auszog das Nein sagen zu lernen 🚫

❓ Kennt ihr diese Tage?
Man steht morgens auf und denkt sich „Der Tag wird gut.“
Endlich mal Zeit etwas anzugehen das schon lange auf der Agenda steht. Dann wäre auch mal genügend Zeit übrig um vielleicht ein paar Minuten früher Feierabend zu machen, ins Schwimmbad und in die Sonne zu gehen. Das hört sich sehr verlockend an…
Ihr setzt euch hin, fangt an und dann kommt das Leben!

☎️ Das Telefon klingelt und ein Kollege will mit euch kurz über einen Termin den ihr zusammen habt sprechen.

☎️ Ein anderer hat ganz tolle Ideen zu dem Text den ihr gerade schreibt und will diese mit euch teilen.

☎️ Dann muss ganz dringend die Teamseite überarbeitet werden und es wurde festgestellt, dass die Bilder die ihr benutzt zu groß sind.

☎️ Die räumliche Nähe zum Büro wird euch zum Verhängnis, weil ihr nur mal schnell jemanden rein lassen sollt und ihr habt es ja nur fünf Minuten zu Fuß.

📝 Der Artikel an an dem ihr eigentlich schreiben wolltet rückt in weite ferne und das Schwimmbad ist bereits gestrichen, da euch klar wird, dass ihr frühestens um 18:00 soweit fertig werdet, dass ihr mit gutem Gewissen aufhören könnt.

🚨 Wäre das einem Kunden von mir so gegangen, hätte ich ihm einen „NO Button“ geschenkt und mit ihm daran gearbeitet zu priorisieren und Nein zu sagen.

Denn eines ist klar, in der Geschichte sind nicht die lieben Kollegen das Problem. Die sind toll wie immer.

❓ Warum fällt es mir so schwer Nein zu sagen?

❗ Die Antwort ist so einfach wie schlimm: Ich will gemocht werden!

❓ Aber was bringt mich darauf, dass man mich nicht mehr mag, wenn ich Nein sage? Ich denke diese Frage werde ich in ihrer Tiefe nicht beantworten in diesem Post. Doch darf ich mir recht sicher sein, dass sich meine Beziehung zu meinen Kollegen kaum ändern wird wenn ich mal nein sage – ich denke sogar, dass sie es feiern werden. Die sind nämlich großartig!

❗ Zu dem kann ich ja auch „Nein, nicht jetzt aber später“ sagen. Was das Ganze nochmal entschärft, da ich meine Hilfe lediglich zu einem späteren Zeitpunkt leiste.

Was ich gestern gelernt habe sind folgende Punkte:

❗ Es ist ok nein zu sagen! Der Einzige der mir das nicht zugesteht bin ich und das kann nur ich ändern.

❗ In solchen Situationen ist es gut, wenn ich mir Bedenkzeit gebe. Ich muss nicht immer at hoc eine Antwort parat haben.

❗ Es hilft mir die Kosten fürs Ja sagen bewusst zu machen. Gestern wäre es an einem bestimmten Punkt die Sonne und das Schwimmbad gewesen. Ist es mir das wert – ok – dann aber auch ohne heulen danach.

Wäre mir das gestern schon klar gewesen, hätte ich diesen Preis nicht zahlen wollen. War es jedoch nicht. Als ich es gemerkt hatte war es bereits zu spät.

🎉 Das wird für mich das größte learning des gestrigen Tages. Gut, dass ich das nun weiß!

Was sind eure Strategien beim Nein sagen?

#nein #Selbstführung #inmypointofview

(Ver)kümmerer

❓  (VER)Kümmern eure Teams ❓

💁🏻‍♂️ „Kümmern führt zu verkümmern“ das ist ein Satz, den ich von meinem geschätzten Kollegen Armin, immer wieder höre. Und mit was? Mit Recht!

Schon sehr oft, habe ich das selbst gesehen und erlebt.

💁🏻‍♂️ Als ich in meiner ersten Führungsrolle, ein Teilteam des Teams übernommen habe, in dem ich vorher selbst gearbeitet hatte, bin ich voll in das berühmte Fettnäpfchen getappt.

⚙️ Ohne mich selbst rühmen zu wollen, war ich recht gut im Operativen. Das ist leider immer noch der Hauptgrund warum Menschen, gerade in großen Konzernen, befördert werden. Sie sind schlicht die besten im Team. Aber das soll in einer anderen Geschichte erzählt werden.

⚙️ Wir reisen einmal in die Zeit, 6 Monate nach meiner Ernennung. Ich saß damals, mit dem Chef des Schwesterteams zusammen in einem Büro und klagte ihm mein Leid. Ich verstand nicht warum mein Team so unselbständig war und bei jeder kleinen Entscheidung zu mir kam. Sie warteten immer, bis der Papa gesagt hatte, das es gut war…

⚙️ In diesem Moment kam ein Mitarbeiter von mir rein und schilderte ein (in meinen Augen) Standard Problem. Bereitwillig unterbrach ich mein Gespräch und erklärte ihm, in allen Details, was er wie wo wann zu tun hatte und wen er informieren musste.

⚙️ Als er wieder weg war, ich erinnre mich noch wie heute daran, sagte ich „Siehst Du, genau so etwas meine ich – woher kommt das?“

Mein Kollege fing an zu lachen und meinte nur „Weil Du alles für sie tust!“

Im ersten Moment wollte ich nicht verstehen was er sagte. Aber er hatte recht.

🧠 Ich begann mein Verhalten grundlegend zu überdenken und zu ändern. Entscheidungen wurden mehr ins Team gegeben. Ich versuchte meine Jour Fix Termine in Mentoring Gespräche zu verwandeln und nahm immer mehr eine Coaching Haltung ein. Begleitete mein Team auf dem Weg zur Selbständigkeit.

🧠 In Retros besprachen wir Themen, die sinnvoll vom Team entschieden werden sollten, welche Entscheidungen bei mir lagen und wo es eine Mischform gab.

🧠 Mit diesem Mindset wurden meine Mitarbeitenden nicht nur Selbstständiger sondern auch die Qualität der Arbeit wurde besser und wir erhöhten sogar die Liefergeschwindigkeit. Am wichtigsten war aber, dass ich wahrnahm, dass wir alle viel mehr Spaß an dem hatten was unser Tagewerk war.